AN JOSEF FEUERSTEIN IN BEZAU
Lieber Freund
Lieber Freund
Liebster Freund!
Lieber Freund!
Vor allem herzlichen Glückswunsch zum neuen Jahre dir, deiner Frau und allen deinen Lieben.
Lieber Freund!
Heute in aller Eile nur die Meldung daß mir nun auch Bergmann schrieb und vom Schillerverein erzählte, ja mich zur Einreichung einer Bittschrift aufforderte und sie zu befördern und zu unterstützen versprach. Er äußert sich dabei, daß mir Muße zur vollen Entwicklung geschaft werden müsse.
Lieber Freund!
Ich danke Ihnen herzlich, Verehrtestes Fräulein! Für die Freude, welche Sie mir mit Ihrem Schreiben gemacht haben. Es traf mich aber dasselbe nicht in meiner stillen Häuslichkeit. Ich hatte diese auf längere Zeit verlassen um vielleicht in engerem Verkehr mit Gesinnungsverwandten manchem trüben Gedanken, wenn auch nicht dem tiefen Schmerz um meine verlorene Gattin zu entrinnen.
Verehrtester Herr Landsmann!
Dem Verwaltungsrath der Schillerstiftung
Vor allem ist es die Sorge um meine unerzogenen fünf Kindern, welche mir den Muth gibt, mich an eine Stiftung zu wenden, welche sich die Unterstützung dürftiger Schriftsteller zur Aufgabe gemacht hat.