VOM K. K. BEZIRKSAMT BEZAU

lfndenr: 
373
10.180
1. Juli 1867

Dem

Herrn Joh. Michael Felder

in

Schoppernau

Zu einer Einvernahme in Ihrer Anklagssache wegen Bedro­hung u. Ehrenbeleidigung wollen Sie Mittwoch den 3. d. M. früh 10 Uhr bei mir erscheinen.

K. K. Bezirksamt Bezau am I.Juli 1867

Müller

FRANZ MICHAEL FELDER AN KASPAR MOOSBRUGGER

lfndenr: 
290
6.107
4. Februar 1867

Lieber Freund!

Glücklich hergestellt und neu gekräftigt reich ich Dir die Bruderhand. Mutig vorwärts! Wir werden Mut brauchen, denn nun sind wir einstweilen allein, Feurstein ist abgefallen.

Wenigstens geht er nicht mehr offen mit uns. Dein Auftreten gegen Rom hat seine nur schlummernden Bedenken geweckt.

VON JOSEF FEUERSTEIN AUS BEZAU

lfndenr: 
289
10.139
3. Februar 1867

Lieber Freund!

Ich muß gestehen, daß Dir u. Deinem Freunde u. Schwager Moosbrugger das, was nach meiner Ansicht nach eigentlich das Haupterforderniß guter Polliticker ist, - klare Übersicht des Ganzen, nicht abgeht, sondern, daß ihr derselben voll­kommen mächtig seid.

VON JOSEF FEUERSTEIN AUS BEZAU

lfndenr: 
288
10.138
1. Februar 1867

Lieber Freund!

Von Bregenz zurückgekehrt erhalte ich von Hrn. Adjunkt Moosbrugger beigeschlossenes Schreiben, woraus ersichtlich, daß die von ihm eingesannte Schrift nun sogleich dem Druke übergeben gewünscht wird. Ich beeile mich also Dir dieselbe sogleich zu übersenden, u. bedaure nur, daß hiedurch wieder einige Tage Zeit vergehen, bis dieselbe zum Drukort gelangt.