felderbriefe.at - Dialekt http://felderbriefe.at/taxonomy/term/245/0 de AN RUDOLF HILDEBRAND http://felderbriefe.at/brief/rudolf-hildebrand-33 <div><span class="date-display-single">4. April 1867</span></div> <div class="fieldtitle"> <div class="teaser"> <p>Liebster Freund!</p> <p>Das letzte Mal sind wir so ziemlich zur gleichen Zeit am Schreibtisch gesessen und haben uns beinahe das Nämliche mitgetheilt. Wie viel würden wir uns mündlich in jenen fro­hen Stunden zu sagen gehabt haben! Ich freue mich so recht von Herzen auf den Sommer, der Sie zu mir lassen wird. Ich hoffe, daß Sie recht lange da bleiben werden. Keils Antrag macht es mir nun auch möglich, meinen Lieblingsplan, die Reise nach Leipzig auszuführen, ohne vielleicht Jahre lang auf eine zweite Auflage der Sonderlinge warten zu müssen. Ich hab in diesen Tagen so nebenbei ein Artikelchen über „Heilsgeschäfte" geschrieben und lege es, Sie um Ihr Urtheil bittend hier bei. Sollten Sie es für die Gartenlaube geeignet halten, so bitte ich, es später an Keil zu senden, wenn die Aufnahme des bis dahin von mir Erschienenen zur Veröffent­lichung desselben ermuntern sollten. Die bisher gekomme­nen Bogen der Sonderlinge haben wir mit Andacht gelesen und ich muß gestehen, daß ich mit mir selbst zufrieden bin. Seite 185 steht Bauerntrog statt Brunnentrog aber der Fehler ist so leicht zu bemerken, daß er kaum sinnstörend sein dürfte.</p> <p>Meinem Wible, das schon so manche Freude und auch trübe Stunden mit mir erlebte, hab ich längst versprochen, es ein­mal, sobald sichs schickt, nach Lindau mitzunehmen. Nun, da ich Keils Wunsch zu erfüllen entschlossen bin, wird es dazu Gelegenheit geben. In den nächsten Wochen einmal wenn der Schnee weg ist, wird Gott eines schönen Morgens das „wunderlichste Paar" von Schoppernau zum Dorfe hinaus­schreiten sehen. Eine Reise nach Lindau ist schon etwas! Viele, ja die Meisten Leute hier herum sind noch ihr Lebtag nie so weit gewesen. Sie werden in beiliegendem Aufsatz finden, wie man es machen muß, um nur einmal nach Rank­weil zu kommen. Ich werde jedoch nicht nur den Anfang des Frühlings erwarten, bevor ich gehe sondern auch das Er­scheinen der Sonderlinge. Diese werden von unsern Jung­brixnern etwas mürrisch erwartet. Unser Pfarrer thut alles um nicht nur mich, sondern auch meinen „Anhang" zu ver­ketzern. Man soll meinet wegen und wegen der Klarstellung schon an den Bischof geschrieben haben. Die Herren kennen mich so, daß sie mich für den Verfasser der genannten Schrift halten, besonders seit es dem Kloster in Bezau gelang, den Entwurf meiner Gespräche durch seine Werkzeuge heimlich wegzunehmen. Später nahmen die Kapuziner so bestimmt an, die „Gespräche" seien nun heraus, daß einer derselben am vorigen Sonntag schon von der Kanzel in Au dagegen don­nerte und den Auern befahl, das Buch, von dem er leider den Titel nicht anzugeben wußte, sogleich zu verbrennen. Wie die Herren in den Besitz der Handschrift kamen hab ich durch den befreundeten Doktor in Au erfahren. Dieser fieng mit dem Pater von dem Atheisten nämlich von mir zu reden an und hat dann durch Wein und Widerspruch, diese beiden W das Geheimniß glücklich herausgebracht, das ist meine Quelle, die jede Woche fließt, da der Pater Stellvertreter des kranken Pfarrers ist und der Doktor ihm keinen Sonntag mehr Ruhe läßt. Das alles sind bedeutungsvolle Vorzeichen für die Aufnahme der Sonderlinge und - das Urtheil über mich aus Brixen. Ich bin wirklich begierig was von da ver­lauten wird. Mich hat die He[t]zerei, deren Schreier ich nur zu gut kenne, anfangs ein wenig geärgert, dann war sie mir lächerlich und jetzt ist sie mir bereits so gleichgültig, daß ich se[l]bst kaum begreife, warum ich Ihnen so viel darüber schreibe. Nun jetzt bin ich aber damit fertig es wäre schade, sich die schönen Frühlingstage so zu verderben! Sehr dank­bar sind wir Ihnen auch, daß Sie uns ein so schönes Abend­vergnügen verschafften. Ich hab ja jetzt all die Blätter, die ich zu lesen oder doch zu erlesen wünschte. Aber wenn der Eigenthümmer nicht geneigt wäre, einige zu verkaufen, so müßte ich ihm das Gelesene wieder schicken. Vielleicht fin­den Sie einmal Gelegenheit, ihn zu fragen. Was hat Keil über meinen Aufsatz gesagt? Ich möchte sein Urtheil so gern hören als das Gosches und Scheffels über das Schwarzo­kaspale. Mit meiner neuen Arbeit geht es langsam voran, unterdessen hab ich auch die Geschichte eines Kusses nicht ganz vergessen. Bereits entsteht in mir ein Plan zu einer Novelle: „Liebeszeichen". Wenn mir das Ganze gelingt, so dürfte die Arbeit sich für die Gartenlaube eignen. Doch das alles liegt noch im Weiten. Bald kommt die Feldarbeit und dann muß ich die Feder wol wieder zeitweilig ruhen lassen, die Sonderlinge werden nun wol fertig sein. Ich wollte ich hätte der Vorlesung bei Ihnen beiwohnen können. Noch wenige Wochen, so wird mich vielleicht die Kritik verhageln, wenn sie gerade sonst nichts zu thun hat. Moosbrugger fürchtet es werde Leute geben, die das Ganze ein Gewitter in einer Flasche nennen würden. Ich fürchte eigentlich gar nichts und bin mit der Dichtung zufrieden da ich doch noch nichts von Belang zu ändern wüßte. Doch jetzt fangen die Kühe an zu läuten. Es ist die höchste Zeit zum Abendfutter. Also leben sie wol mit Gruß Ihr</p> <p>F M Felder</p> <p>Sie wünschen Landestrachten! Hier sind 2 Blättchen, nicht recht gelungen aber in der Eile hab ich auch bei Feurstein nichts Besseres auftreiben können nach der Lindauer Reise folgt Wibles Photografie - Etwas kirchen, kirchlich in oder jetzt vor der Kirche bekannt machen.</p> </div> <div> </div> Franz Michael Felder Schoppernau Rudolf Hildebrand Dialekt Heilsgeschäfte Lehrer Magerhuber Liebeszeichen Lindau felderbriefe.at newsletter Thu, 04 Apr 2013 07:00:00 +0000 st 366 at http://felderbriefe.at VON RUDOLF HILDEBRAND http://felderbriefe.at/brief/von-rudolf-hildebrand-17 <div><span class="date-display-single">10. Juni 1866</span></div> <div class="fieldtitle"> <div class="teaser"> <p>Mein lieber Herr Felder,</p> <p>Ich bin schon seit einiger Zeit fertig mit den Sonderlingen, sie sind mir sehr lieb geworden, und ich will nicht länger verschieben, Ihnen auch vom Ganzen zu sagen wie es mir gefallen hat. Ich bin von der weiteren Entwickelung durchaus befriedigt, der eigentliche Umschwung durch den Lawinen­sturz ist vortrefflich erfunden und ausgeführt, von ergreifen­der Wahrheit und Feinheit in der Zeichnung äußerlich und innerlich. Daß Barthle stirbt, ist entschieden passend, Sepps Bekehrung ganz vortrefflich, die Entfernung des Pfarrers und seine Ersetzung die beste Lösung der religiösen Spannung, usw. usw. - ich bin begierig es gedruckt ausgehen zu sehen. Aber in dieser Woche wird wol das blutige Trauer- oder Pos­senspiel im Vaterlande beginnen! Dazu hat Hr. Hirzel in letz­ter Zeit ein tiefes schweres Leid in der Familie erfahren, das ihn fast beugte (es hangt auch mit der Kriegsnoth zusammen), so müssen wir leider auf hellen Himmel warten, und wer weiß wie lange. Vielleicht klärt sich wider Willen der Anstif­ter mehr nachher als die Menschen jetzt denken. Ich hab inzwischen schon ein paarmal aus den Sonderlingen in kleinem Freundeskreise einzelne Kapitel vorgelesen, und Sie können mit dem Erfolg sehr zufrieden sein. Auch hab ich vorige Woche in Halle auf einem geschäftlichen Besuch mei­nen dortigen Freunden über Sie Vortrag erstattet, darunter drei Herren von der Universität, mit gleichem Erfolg wie im Mai in Schulpforta; hab auch kürzlich bei Scheffel in Karls­ruhe brieflich angefragt, was er zu Ihrem Schwarzokaspale sagt. Er hat mir zugesagt es nun zu lesen und will mir sein Urtheil darüber mittheilen, ich bin sehr neugierig darauf. Der Redacteur der Europa, Dr. Steger, sprach mir neulich den Wunsch aus, Ihre Briefe an mich zu einer Mittheilung in sei­nem Blatte zu benutzen. Das hielte ich nun zwar an sich für ganz wünschenswerth, aber nur jetzt nicht wie mir scheint, was sagen Sie dazu? Er sprach von einem auszugsweisen Ab­druck der Briefe.</p> <p>Ihre Ausführungen auf meine kritischen Bedenken waren mir sehr interessant; aber überzeugt haben sie mich freilich nicht allenthalben, z. B. in dem Punkte von Sepps Seelenheil in den Augen der Mari. Aber ich sehe wie mißlich es ist, dem Dichter in seine Arbeit hineinreden zu wollen, sonst hätt ich noch ein paar kleine Fragen der Art - z. B. daß die Bauern sich um die großen Ereignisse in Italien damals nur so gar kühl kümmern, daß selbst Franz sich die Zeitungen eben in dieser Zeit auch nicht einmal auf die Alp nachbringen läßt, während er bei seinem Gesichtskreis doch wol auch den Zusammenhang der großen politischen Entwickelung mit seinen persönlichen Interessen empfinden müßte, daß auch die Mariann ihn nach seiner Verwundung gar nicht fragt, sie die Liebende------- aber ich will nichts gesagt haben, es sind nur so Einfalle.</p> <p>Mein Besuch im Bregenzerwalde ist bei jetzigen Umständen leider sehr fraglich, während ich eine Zeit lang dazu fest ent­schlossen war, als man noch Hoffnung auf Friede hatte. Ihr Besuch in Leipzig würde mir aber eben so lieb und erwünscht sein, und wenn das Schwarzokaspale eine zweite Auflage erlebt, oder wenigstens wenn erst die Sonderlinge zum zwei­ten Mal gedruckt werden sollten, auf diesen Fall möcht ich Ihnen eigentlich das Gelübde Ihres Besuchs bei mir abneh­men. Ich wäre wahrhaftig begierig Ihnen die Kunst in Concert und Theater und Malerei vorzuführen-Sie kennen die eine ganze Hälfte der Seelenwelt noch nicht wirklich, wenn Sie die Kunst in ihrer Blüthe noch nicht haben auf sich wirken lassen können - nun das muß ja noch werden, und ich freue mich darauf Sie da einmal einzuführen. Hier in Leipzig wären Sie natürlich mein Gast; aber im Sommer werden Sie nicht kön­nen, eher wol im Herbst, etwa im October? Die Reisekosten würden sich, um auch das einstweilen zu erwähnen, auf höchstens 25 Thaler belaufen, freilich Geld genug. Ich möchte Sie gar zu gern einmal ein paar Wochen um mich haben, und am liebsten wäre mir das allerdings hier auf dem Ihnen neuen Boden. Nun, kommt Zeit kommt Rath. Ich weiß nicht wie viel Sie bis jetzt von unserer Vorzeit wis­sen, die mein Liebstes im Studium ist; ich möchte Sie gern ein wenig dazu heranziehen. Da ich zu meiner Überraschung von Ihnen ein altdeutsches Wort angeführt fand, erlaube ich mir Ihnen als einen Appetitsbissen aus unserm engeren Stu­dienkreise einen Vortrag von mir mitzuschicken, aus dem Sie sehen können was für den gebildeten Deutschen überhaupt etwa aus unsern Studien herausspringt - wir arbeiten daran, unser eignes verschüttetes und verkanntes Alterthum wieder auszugraben ans Licht, den Faden wieder anzuspinnen, der unsere Gegenwart mit dem Leben und Denken unsrer Vor­fahren verknüpft oder verknüpfen sollte, denn er ist im 17. Jahrh. abgerissen worden.</p> <p>Um weitere Spähne aus Ihrer Sprache bitte ich angelegent­lich. Aber Ihr f und s setzt mich in Verlegenheit, weil ichs nicht unterscheiden kann.*) Ist das Klipso das Sie mir gaben, klipfo wie ichs gelesen habe, oder klipso? Da es jetzt zum Druck kommen soll, möcht ich gern baldige Berichtigung haben, ich habe den Druck noch warten heißen. - Wie nen­nen Ihre Landsleute das Echo? Echo doch wol hoffentlich nicht; Sie nennens einmal das antworten der Berge, und das ist der Ausdruck unserer Vorfahren, bezeugt aus dem 13. Jahrh.:</p> <blockquote><p>von Muten und von hünden | der schäl was so gröz,</p> <p>daz in (ihnen) da von antwürte | der berc und oüch</p> <p>der tan (Wald).&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nibel .883,3</p> </blockquote> <p>Wie kommt klapf zu der Bedeutung Menge? Ich komme nächstens daran, klapf ist alem. eigentlich Schlag, Krach u. ähnlich, es muß noch eine erklärende Zwischenbedeutung geben. Haben Sie klamper oder ähnlich = Klammer? haben Sie eine Redensart einem ein klempferle anhängen oder ähnlich = einem etwas seiner Ehre Schädliches nachsagen? Haben Sie etwa ein Wort klampe oder ähnlich = Klumpen, großer Bissen? Wie sprechen Sie Ihr lauine Lawine aus, laufne oder läuine? wol das letztere. Wir sagen, als wäre es romanisch, lawine.</p> <p>Ich habe noch mehr Fragen, wenn wir erst zum Druck kom­men, so Gott will. Manches kann ich auch nicht sicher lesen. Mir ist eingefallen, daß ich Ihnen Ihre Zeitschriften am Ende von hier aus billiger besorgen könnte, d. h. gelesene, und später erst, wenn Ihnen das nichts verschlägt. Doch für heute guten Abend, ich hätte eigentlich noch ein halb Dutzend Briefe zu schreiben.</p> <p>Grüßen Sie mir Ihr liebes Wible, ich grüße Sie mit den Mei­nigen, in freundschaftlichster Gesinnung ,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; ., . , .</p> <p>Ihr R. Hildebrand.</p> <p>Ich lege noch ein paar Correcturbogen bei, die vielleicht theilweis Interessantes für Sie enthalten.</p> <p>Die gedruckte Bitte von Mannhardt ist bestimmt, möglichst verbreitet und - beantwortet zu werden. Es sind schon tausende von Exemplaren durch Deutschland verschickt.</p> <p>*) nicht wahr: grübeln und grilleln, nicht grisseln?</p> </div> <div> </div> Rudolf Hildebrand Leipzig Franz Michael Felder Deutsches Wörterbuch Dialekt Hirzel Leipzig Sonderlinge Sonderlinge/Rezeption felderbriefe.at newsletter Sun, 10 Jun 2012 07:00:00 +0000 st 305 at http://felderbriefe.at AN JOHANN THOMAS STETTNER IN LINDAU http://felderbriefe.at/brief/johann-thomas-stettner-lindau <div><span class="date-display-single">26. Dezember 1862</span></div> <div class="fieldtitle"> <div class="teaser"> <p>Geehrtester Herr Stettner!</p> <p>Ihrem Wunsche gemäß, beeile ich mich, Ihnen nun das unterm 8 d Mts zurückerhaltene Manuskript wieder zu über&shy;senden, nachdem ich die letzte Zeit her jeden freien Augen&shy;blick zur Durchsicht desselben benützt habe. Schon beim bloßen Durchblättern desselben werden sie sehen, daß ich in sprachlicher Beziehung sehr viel daran geändert habe. Zwar habe ich einzelne Ausdrücke, wie z.B. „Häß", „Nathstubat", „Strich" u.s.w. stehen lassen, auch wenn sie in der Erzählung vorkommen; aber, dieses ausge&shy;nommen, werden sie finden, daß ich Ihrem freundschaft&shy;lichen Rath gefolgt habe u. Ihnen daher stets dankbar sein werde.</p> <p>Villeicht hätte ich über die Sprache der Wälder u. darüber, daß ich die Eigentümlichkeiten des Dialekts u. der Rede&shy;weise nur in so weit beibehielt, als es mir, um das Wesent&shy;liche derselben darzuthun, nöthig schien, in der Vorrede etwas sagen sollen; aber ich glaubte, daß dieß alles von andern Dorgeschichtschreibern schon oft genug gesagt wor&shy;den sei.</p> <p>Villeicht würde ich später noch etwa eine Kleinigkeit, die ich dießmal übersehen haben könnte, zu verbessern finden, aber ich hoffe, daß der Setzer die Güte haben werde, offenbare Schreibfehler zu berichtigen. Die Wälderausdrücke habe ich absichtlich etwas größer geschrieben, bloß um sie leserlicher zu machen. Ich muß hier auch noch bitten daß diese Aus&shy;drücke so gedruckt werden wie ich sie geschrieben habe, obschon das nicht ganz mit dem übereinstimmen mag, was bisher über den Wälderdialekt geschrieben u. als Beispiel angeführt worden ist. Auch Vogts „Wälderbuob" ist sowohl im Text als in den Anmerkungen an mehreren Stellen unrichtig. Die mit X oder C bezeichneten sind mit einer Anmerkung unter oder neben dem Text versehen, u. wenn sie eine oder die andere für überflüssig halten sollten, so steht es Ihnen frei, sie zu streichen. Ich bin sehr begierig, wie sich das Werk&shy;chen gedruckt ausnehmen werde, u. bitte daher, mir, wenn es möglich wäre einzelne Druckbogen zu schicken, bevor die ganze Auflage gedruckt wird, damit ich allenfalls eingeschli&shy;chene Druck- oder Schreibfehler noch verbessern könnte. Jedoch überlasse ich das ganz Ihnen u. verlange es durchaus nicht, wenn sie es für unmöglich oder unnöthig halten sollten. Dringende Briefe usw. bitte ich mir stets durch die Post zu überschicken; Sendungen u.d.gl. wird Herr Kaspar Muxel von hier pünktlich besorgen.</p> <p>Bittend,&nbsp; daß&nbsp; Sie&nbsp; mir den&nbsp;&nbsp; Empfang&nbsp; dieses&nbsp; gelegenheitlich berichten, u. mit dem aufrichtigsten Glückswunsch zum neuen Jahr zeichne ich mich Hochachtungsvoll Ergebenst</p> <p>Franz Michel Felder</p> </div> <div> </div> Franz Michael Felder Schoppernau Johann Thomas Stettner Dialekt Dorfgeschichte Nümmamüllers Thu, 17 Nov 2011 08:00:00 +0000 st 67 at http://felderbriefe.at