AN JOSEF FEUERSTEIN IN BEZAU

lfndenr: 
640
11.326
10. Dezember 1868

Lieber Freund! Freigesprochen. Juhui!

Diesen frohen Laut hast Du lang nicht mehr von mir gehört aber wenn einmal Wunder für Eins geschehen, darf man sich wol aus seiner Werktagsstimmung erheben.

Das Kasino in Au ist endlich über Reich und arm zu gericht gesessen und hat mich ziemlich gut gehen lassen.

VON MARIA ANNA MOOSBRUGGER AUS SCHOPPERNAU AN FRANZ MICHAEL FELDER IN BEZAU

lfndenr: 
628
11.318
15. November 1868

Geliebter Freund!

Soeben habe ich Deinen Brief erhalten u. gelesen; er hat mich recht gefreut u. ich werde ihn in dieser Woche noch oft lesen u. mich in Gedanken zu Dir versetzen. Ich bedaure, daß ich wegen Kälte hier im Stüble Dir nicht so viel schreiben kann als ich wünschte; indeß kommst Du ja bald, u. dann läßt es sich besser mündlich erzäh­len.

FRANZ MICHAEL FELDER AN KASPAR MOOSBRUGGER

lfndenr: 
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6.184
17. Oktober 1868

Lieber Freund!

Dein offenes herzliches Schreiben hätte längst eine derartige Antwort verdient. Ich bin aber so vielfach in Anspruch ge­nommen, daß ich auch heute nur chronologisch aufzeichnen kann.

Erstlich hab ich eine Übersetzung der Sonderlinge ins Fran­zösische anzuzeigen. Reich und Arm wirst Du erhalten haben, und ich bin begierig auf Dein Urteil.