AN JOHANN JOSEF FELDER IN ARCACHON
Geliebter Freund!
Geliebter Freund!
Lieber Freund!
Lieber Vetter!
[...] Ein Glück ist es für mich, daß ich mein eigenes Schreibund Lesezimmer habe, in dem ich jede freie Stunde zubringe und arbeite; denn in der Stube hantieren zwei junge Buben, daß man zuweilen sein eigen Wort kaum hört. [...]
Lieber Freund!
[. ..] Unsere Losung sind die Worte Herders: Zur Arbeit, Liebe und Veredlung war das Leben uns gegeben. Fehlen diese, was hat der Mensch am Leben; hat er diese, was fehlt ihm noch, worüber will er klagen? Die besten Schriftsteller Deutschlands sind unser Gemeingut. Meine Bibliothek ist mir ein wahrer Schatz und zwar kein kleiner.
Geliebter Freund!
[...] Wer an einem Orte, in einer Gesellschaft mit seinen Ansichten allein ist, mit dem ist es traurig bestellt; denn wer sich seinen Vorstellungen überläßt, wird nur zu leicht ein Schwärmer, das habe ich und du nur zu gut erfahren! [...]
[18. April]