VON HEDWIG GASSNER AUS BLUDENZ

lfndenr: 
634
3.27
1. Dezember 1868

Mich schreckt weder der dumme Zweifel - über den unbestimmten Empfang, noch einen möglichen Verstoß gegen Frau Etiquette zurück, Ihre stille Häuslichkeit aufzusuchen! Begeisterung kennt kein warum: sie durchbricht jede Schrancke und gibt Muth den Gedanken zur That werden zu lassen. Ich habe: „Reich und Arm" soeben vollendet. O das war herrlich Herr Felder!

VON MARIA ANNA MOOSBRUGGER AUS SCHOPPERNAU AN FRANZ MICHAEL FELDER IN BEZAU

lfndenr: 
628
11.318
15. November 1868

Geliebter Freund!

Soeben habe ich Deinen Brief erhalten u. gelesen; er hat mich recht gefreut u. ich werde ihn in dieser Woche noch oft lesen u. mich in Gedanken zu Dir versetzen. Ich bedaure, daß ich wegen Kälte hier im Stüble Dir nicht so viel schreiben kann als ich wünschte; indeß kommst Du ja bald, u. dann läßt es sich besser mündlich erzäh­len.